Hideya Ishizuka, 1987 jüngster und bester Sommelier Japans, wurde auf
Château Cordeilhan-Bages in Pauillac ausgebildet. 9 Jahre verbrachte er
im Bordelais, verkostete die Weine und hortete einen unglaublichen
Wissensschatz, an dem er die Gäste seines kürzlich in Paris eröffneten
Restaurants Le Petit Verdot, großzügig teilhaben lässt.
Der lebendige, freundliche und dynamische Hideya hatte bis zum Frühjahr
2005, bevor er sein eigenes Restaurant eröffnete, die schwere Aufgabe,
in dem sterngeschmückten Feinschmeckerrestaurant Hiramatsu die Weine für
die ausgezeichnete Weinkarte auszuwählen und allgemein dafür zu sorgen,
dass alles zum Rechten steht. Nach Besichtigungen zahlreicher
Restaurants optierte er schließlich in seinem Petit Verdot in der
geschichtsträchtigen rue du Cherche-Midi in Paris für Holztäfelungen und
ein gemütliches Ambiente. Hier treffen sich die Einwohner des Viertels
und Liebhaber raffinierter Bistrot-Kochkunst, einer klassischen aber
feinen Küche.
Wie wählt er die Weine für seine Weinkarte, die auf den Druckplatten
unserer edelsten Weingüter präsentiert wird? Vielleicht eine
Angewohnheit aus seinen in Frankreich verbrachten Jahren
er trifft
die Winzer, Weingutbesitzer und technischen Leiter alles Frauen und
Männer vom Fach mit Liebe zum Beruf, zur Scholle und zu ihrem Wein - am
liebsten vor Ort in den Weinbergen und Kellern. Er verkostet gerne mit
ihnen zusammen, kommentiert, wählt aus. Das Ergebnis dieser sorgfältigen
Arbeit ist eine Karte eleganter Weine, einer ausgewogenen Mischung aus
Winzerweinen und Spitzenlagen, die sich mit den Speisen aufs
Harmonischste vermählen.
Die Weine von Château Palmer haben im Herzen von Hideya einen besonderen
Platz, dank dem herzlichen und fachkundigen Empfang, der ihm bei den von
Philippe Delfaut kommentierten Verkostungen auf Château Palmer immer
zuteil wurde. Für ihn ist der Palmer ein Wein von gleich bleibend hoher
Qualität, es gibt keinen schlechten Jahrgang: Jeder Jahrgang hat seine
Persönlichkeit. Auch in schwierigen Jahren verliert er nicht an
Qualität. Sein Lieblingsjahrgang ? Ich habe bei Blindverkostungen
rund zehn Mal den 82er und 83er verkostet. Und immer trug der 83er auf
Grund seiner Finesse, seiner eleganten, seidigen und abgerundeten
Tannine den Sieg davon.
Der geeignetste Moment zum Genießen dieses Wunderwerks an Harmonie und
Geschmack? Mit netten Leuten am richtigen Ort und bei guter Stimmung.
Vielleicht also bei einem gemütlichen Abend im Freundeskreis im Petit
Verdot