CHATEAU PALMER > 1984

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Die Merkmale des Jahrgangs

Die sehr ungünstigen Klimabedingungen haben häufig harte und grüne Weine hervorgebracht, denen es manchmal an Harmonie und Frucht fehlt.

Nach einem schnellen Auftakt im Laufe eines sehr heißen Aprils, wurde die Vegetation durch regenreiches Wetter im Mai gestoppt. Während zwei sehr heißen Wochen im Juni verlief die Blüte zu schnell. Danach kam es zu einem Temperatursturz, welcher bei den Merlot-Trauben zum Verrieseln des Weinberges führte.

Mitte September verschlechterte sich das heiße und trockene Wetter, welches den ganzen Sommer über herrschte, und es stellten sich stürmische Regenfälle ein. Die Erntezeit begann im Oktober als der Orkan Hortensia über die Weinberge zog (welcher jedoch nur geringe Schäden verursachte), und setzte sich anschließend bei günstigerem Wetter fort.

Unter diesen besonders schwierigen Bedingungen wurde der Jahrgang 1984 kein Wein mit hohem Alterungspotential.

Weinlesezeitraum: vom 03.10.1984 bis zum 13.10.1984

Die Assemblage:

Cabernet Sauvignon: 65%
Merlot: 27%
Cabernet Franc: 6%
Petit Verdot: 2%

Verkostung

Verkostungsnoten de Enrico Bernardo, den 01.12.2011:

Eine granatrote Farbe mit ziegelfarbenen Reflexen.
Das Bouquet erinnert an animalische Noten, Kakaopulver, Kurkuma, Lakritzstangen und Wurzeln.
Am Gaumen ist der Wein nicht sehr angenehm mit harten und wenig eleganten Tanninen und einem leicht sauren Abgang.
Ein nicht sehr reiner und zu alter Wein.

Verkostungsnoten de Georges Lepré, den 04.02.2009 :

Die intensive Farbe zeugt mit ihren zahlreichen orangefarbenen Reflexen von einer gewissen Evolution.

Das Bukett zeichnet sich durch Aromen reifer, eingelegter Früchte aus. Die noch spürbaren Gewürze sowie die Noten von Unterholz, Moos und feuchtem Laub bestätigen eine reelle Entwicklung.

Auch wenn die Geschmacksempfindungen fast wie gedämpft sind, bewahrt der Wein durch die Qualität seiner Frucht, seine noch immer rassigen Tannine und seine schöne Frische eine stolze, wenn auch bescheidene Harmonie. Die mäßige Länge ist trotz allem köstlich.

Dieser Jahrgang sollte rasch getrunken und im Hinblick auf den klimatischen Kontext als Beispiel dafür geschätzt werden, was das Terroir und das Savoir-faire der Menschen entgegen aller Widerstände hervorbringen können. Was das Kulinarische angeht, sollte man realistisch bleiben und auf ein Brathähnchen zurückgreifen.

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