Alter Ego > 2001

Ein Eindruck von Samt
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Die Merkmale des Jahrgangs

Auf einen besonders milden (2 bis 3° C wärmer als sonst) und feuchten Winter (jeder dritte Tag Regen von Oktober bis März) folgte ein schneller Austrieb der Pflanzenwelt im März. Die Blütezeit erfolgte zügig im Mai und Juni (Mittelblüte am 2. Juni) bei trockenem und milden Wetter. Durch verklebte Blütenkapseln, besonders bei den älteren Merlot-Reben, kam es zu geringem Verrieseln, was eine sorgfältige Reinigung der Trauben im Juli erforderte. Der seit der Blüte auftretende Botrytis konnte sich dank der wirksamen überlegten Schädlingsbekämpfung und folgender guter Vorsorge nicht weiter entwickeln: geringe Anzahl von Trauben nach strengem Rebschnitt im Winter, keine Anhäufung von Trauben noch von Blättern. Nach einem kühlen und besonders verregneten Juli fand das Reifen der Beeren unter guten Bedingungen statt, vor einem starken Gewitter am 15. August (Mitte der Reife am 9. August). Der August war heiß, aber ohne Übermaß, gefolgt von kühlem Septemberwetter (-2 °C unter der Durchschnittstemperatur). Starke Attacken der Traubenwicklerraupe konnten bei Palmer durch das seit 4 Jahren eingeführte « Konfusionsverfahren » mittels Pheromonfalle perfekt unterbunden werden. Am Vorabend der Ernte waren die biologischen Bedingungen des Weinberges ideal. Die Weinlese fand vom 29. September bis 11. Oktober bei sehr günstigen Witterungsbedingungen statt, wodurch bei jeder Parzelle der optimale Reifegrad abgewartet werden konnte. Der sehr hohe Zuckergehalt liegt über dem von 2000 und nahe den Werten des Jahrgangs 1999. Wenn auch dieser Sommer ohne Trockenheit eine Anhäufung der Phenole gegenüber dem letzten Jahr eingeschränkt hat, erreichen sie dennoch ein sehr gutes Niveau, besser als 1999. Die bei 13° und 14° gelesenen Merlot-Trauben sind voller Frucht, gehaltvoll und großzügig. Die zwischen 11°5 und 12°2 gelesenen Cabernet Sauvignon-Beeren zeigen viel Finesse und zeichnen sich durch sehr reine Tannine aus.

Weinlesezeitraum: vom 29.09.2001 bis zum 11.10.2001

Die Assemblage:

Merlot: 67%
Cabernet Sauvignon: 33%

Reifepotenzial

2015. Zu trinken.

Verkostung

Ein glänzendes und klares Rubinrot von schöner Intensität.

Das Bukett präsentiert sich ohne Umschweife mit Aromen roter Früchte wie Himbeeren und Kirschen, gefolgt von holzigen Noten, frischer Minze und Moschus sowie nach der Belüftung Spuren von Reispuder und Veilchen.

Im Mund bietet der Wein von Anfang an schöne Frucht und eine weiche, runde Tanninstruktur, unterstrichen von hervorragender Frische. Wir befinden uns hier vor einem Wein von großer Eleganz und gutem Aufbau, der mit offener und geradliniger Präsenz imponiert. Seine ausdauernde Länge bestätigt die Ausgewogenheit der Komponenten und die feine Qualität der Substanz. Er verabschiedet sich mit deliziösen Noten frischer Brombeeren, von denen man sich nur ungern trennt.

Dieser 2001 verdient es, für die Fülle seiner Frucht geschätzt zu werden, und sollte (nach Dekantierung) vor 2015 genossen werden.

Pressemeinungen

winereviewonline.com, Michael Apstein, den 01.03.2006
« Despite the dominance of Merlot, the 2001 remains slightly hard and not yet ready to drink. But the balance is there, and the haunting aroma and lingering finish suggests it will continue to evolve nicely over the next several years. »

ChinaDaily, Maggie Beale, den 01.05.2005
« the 2001 vintage is subtle, smooth and balanced. The sensual bouquet gives hints of those wonderful candied fruits the French make for celebrations.  »

The Vine, Clive Coates, den 01.04.2004
« Medium-full colour. The tannins are quite round but a little dry at the end on the nose. Ripe, almost sweet. Medium body. A slight hardness at the end. Quite good.  »

Carnets de dégustation, Jean-Marc Quarin, den 01.05.2003
« Le 2001 a tenu ses promesses depuis les primeurs l'an dernier. Sa coloration est normale, son nez fruité. La bouche caressante, ronde et affriolante offre un plaisir inénarrable. Finale séveuse et finement boisée. Ne pas hésiter à le goûter jeune.  »

La Revue du Vin de France, den 01.05.2002
« Encore une fois, il justifie parfaitement son nom, car c'est un vin très proche de Palmer par sa finesse de texture, sa rondeur charmeuse et la race de son fruit: un second vin qui vaut beaucoup de premiers ...  »

Vinifera, Jacques Perrin, den 01.05.2002
« Cette année, l'Alter Ego représente 36 % de la récolte et l'assemblage est identique au 2000. Le nez offre une bonne intensité sur des nuances de fruits mûrs et d'épices douces.
Bouche assez souple, délicatement satinée dans sa texture et qui révèle une chair gourmande aux notes de violette.
Finale d'une longueur moyenne.
 »

Weinwisser, René Gabriel, den 01.05.2002
« Mittleres, leuchtendes Rubin mit lila Reflexen. Erdiges Bouquet, Tabak, unreife Pfaumen, tintige Aromen. Im Gaumen Zwetschgenschalen, Teernoten, viel Terroir, wenig primäre Frucht, recht gehaltvoller Körper.  »

Wine Magazine, den 01.05.2002
« "Generous, raspberry fruit with a touch of oak on the nose. There's a hint of grassiness to the palate, but enough silky, raspberry fruit balance and length to make this very enjoyable." CM »

Carnets de dégustation, Jean-Marc Quarin, den 01.03.2002
« Régulièrement bon depuis sa jeune existence. Du goût.  »

Gault & Millau, Bernard Burtschy, den 01.03.2002
« Les arômes de cassis et de cerise sont très purs et la bouche, souple et gourmande, révèle un fruit superbe. La finale de fraise et de framboise est soyeuse, ce qui en fait un vin de friand tout en fruit avec de beaux tannins fins.  »

Vins & Vignobles, D. Cobbold, den 01.03.2002
« Le nez est attrayant avec des arômes fins. En bouche, le vin possède un très bon fruit, tendre et vivace. Il est lisse et souple, parfait pour un second vin qui doit être bu assez jeune. »

Decanter, den 01.12.2001
« Lots of cassis fruit, oak showing, a lovely smooth wine with succulent fruit. very attractive drinking in the short term.  »

Carnets de dégustation, Bettane & Desseauve, den 01.03.2001
« Alter Ego représente 36% de la récolte du Château Palmer, le grand vin constituant la moitié d'icelle. Encore une fois (et comme toujours depuis la création de ce vin), il justifie parfaitement son nom, car c'est un vin très proche de Palmer par sa finesse de texture, sa rondeur charmeuse et la race de son fruit: un second vin qui vaut beaucoup de premiers...  »

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